Cradle to Cradle: Wissenschaftliche Grundlage

Inhaltsstoffe definieren: Die Cradle to Cradle Materialbewertung

Die Identifizierung geeigneter Materialien für Produkte und Prozesse ist ein wesentlicher Schritt für die Entwicklung eines Cradle to Cradle®-Produkts. Ein erster Schritt ist zunächst die Ermittlung und Definition der in einem Produkt verwendeten Inhaltsstoffe. Dieser Status bildet den Ausgangspunkt für ein Re-Design oder die Entwicklung eines neuen Produktkonzepts. Anhand einer ABC-X-Kategorisierung werden alle genutzten Inhaltsstoffe bewertet. Das Bewertungsverfahren nach Cradle to Cradle® basiert dabei auf folgenden Schritten:

  • Erfassung und Identifizierung der Produkte und ihrer Inhaltsstoffe,
  • Recherche in Datenbanken sowie der wissenschaftlichen Literatur zu den einzelnen Inhaltsstoffen hinsichtlich öko-toxikologischer Daten, woraus die Bewertung der Gefährlichkeit resultiert, 
  • Miteinbeziehung der Expositionswahrscheinlichkeit in einem betreffenden Szenario und Abschätzung des daraus resultierenden Gesamtrisikos,
  • Erstellung einer Gesamtempfehlung für den weiteren Umgang mit dem betreffenden Produkt bzw. der Substanz.

Die Empfehlung wird anhand einer Einteilung der Produkte in A = optimal, B = optimierbar, C = tolerierbar und X = nicht tolerierbar gegeben.

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Carlsberg Community

EPEA hat bereits in verschiedenen Sektoren C2C Communities entwickelt:

Material Pooling entlang der Wertschöpfungskette: Cradle to Cradle Community Building

Cradle to Cradle ist ein umfassender Ansatz mit dem Anspruch, die heutige Art und Weise der industriellen Produktion zu verändern. Eine der Herausforderungen ist dabei, Unternehmen und Partner aus Wissenschaft, Regierungsorganisationen und Gesellschaft für die Transformation der jeweiligen Industriesektoren zu animieren. Die Zusammenarbeit reicht von der gemeinsamen Produktentwicklung über Forschungsvorhaben und Marketingkampagnen. Bei der Netzwerkbildung liegt ein besonderes Augenmerk auf der gemeinsamen Nutzung von Materialien.

EPEA arbeitet seit fast 30 Jahren daran, eine Produktionsweise nach dem Vorbild der Natur im großen Maßstab umzusetzen. Eine erfolgreiche Lösung dafür ist das sogenannte Material Pooling. Dabei wird es Unternehmen ermöglicht, materielle Ressourcen im Pool zu nutzen und ferner ihr spezialisiertes Wissen in Bezug auf Erwerb und Umwandlung verkaufstechnischer Nährstoffe auszutauschen. Das Ergebnis ist ein für alle Beteiligten nutzbringendes Kooperationssystem, an dem die Akteure entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten.

Herzstück einer solchen Zusammenarbeit ist eine Material-Datenbank, die das Eigentum an technischen Chemikalien, an „Nährstoffen“ und Materialien behält. Diese Material-Datenbank reicht die Substanzen im Leasingverfahren an teilnehmende Unternehmen weiter, die sie wiederum in Produkte umwandeln und diese dann Verbrauchern in Gestalt eines Dienstleistungsplans zur Verfügung stellen. Nach einem festgelegten Nutzungszeitraum wird das Material eingesammelt und an die Material-Datenbank zurückgegeben, parallel werden auch die mit diesen Materialien verbundenen Informationen gesammelt, verwaltet und unter den beteiligten Interessenten verteilt.

Auf diese Weise stellt die Material-Datenbank eine Akkumulation von Wissen über ein bestimmtes Material langfristig sicher und ermöglicht so ein wahres „Upcycling“ des Materials.

Mehr Informationen:

Die praktische Umsetzung

EPEA Internationale Umweltforschung hat sich das Ziel gesetzt, den Paradigmenwechsel zusammen mit Unternehmen voranzutreiben und sie auf ihrem Weg hin zu einem öko-effektiven Geschäftsmodell zu unterstützen. Hierbei gilt es sowohl auf Produkt- als auch auf Unternehmensebene die richtigen Ziele zu setzen. Finden Sie weitere Informationen, wie Unternehmen Ihr Geschäftsmodell nach Cradle to Cradle ausrichten können.