15.03.2018: BDA Zukunftskonferenz: „Material als Artefakt“ (Kassel, Germany)

Innerhalb der Themenreihe „Q wie Qualität“ richtet der BDA Hessen ein Kolloquium zu der Verwendung von Material in der Architektur aus.

Architektur ist keine immaterielle Kunst: Die Frage nach dem Stoff, aus dem sie geformt ist, bestimmt ihr Wesen. Material wird dabei immer bearbeitet, verändert – Material, wie es in der Architektur eingesetzt wird, ist immer ein Artefakt. Die Eigenschaften des Ausgangsstoffes werden dabei gezielt verstärkt, die Schwächen durch Kombinationen mit anderen Materialien ausgemerzt. Die Möglichkeiten der Bearbeitung sind inzwischen so vielfältig und komplex wie nie, Eigenschaften und atmosphärische Wirkung werden mitunter gar zu unabhängig voneinander gestaltbaren Qualitäten. Der Umgang mit Material ist daher einerseits Teil des komplexen Wechselspiels aus Nutzungsanforderungen und Gestaltungswille, aus Deutungsspielräumen und Wertsetzungen.

Andererseits: Je mehr Material Artefakt ist, ein Produkt, das durch den Menschen hervorgebracht ist, desto mehr muss der Mensch für das Ergebnis einstehen. Mit dem wachsenden Gestaltungsspielraum ist auch eine besondere Verantwortung für die Konsequenzen verbunden: Welche Folgen hat das, was durch den Menschen gemacht ist, für die Welt, in der wir leben?

Die BDA Zukunftskonferenz „Material als Artefakt“ stellt die Fragen von Möglichkeiten und Verantwortung des Architekten bei der Materialwahl und dem Umgang mit Material in den Mittelpunkt. EPEA CEO Prof. Michael Braungart hält einen Vortrag zum Thema “Ein Gebäude wie ein Baum: Cradle to Cradle” und erläutert darin Möglichkeiten, wie Gebäude einen positiven Fußabdruck erreichen können.

Weitere Informationen zum Programm sowie der Anmeldung finden Sie unter: http://bda-hessen.de/events/bda-zukunftskonferenz-material-als-artefakt/