
Im Fokus steht die Frage, wie bestehende Gebäude möglichst lange genutzt, erhalten, saniert oder umgebaut werden können, bevor Abriss und Neubau in Betracht gezogen werden. Gerade in frühen Planungsphasen lassen sich wichtige Entscheidungen treffen, die Ressourcenverbrauch, CO₂-Emissionen und zukünftige Materialströme maßgeblich beeinflussen.
Förderung für frühe Planungsphasen
Gefördert werden externe Beratungsleistungen in den Phasen der Bedarfsplanung, bei Architekturwettbewerben sowie während der Vorentwurfs- und Entwurfsplanung. Das Land Baden-Württemberg übernimmt dabei bis zu 90 Prozent der förderfähigen Beratungskosten.
Für das Förderprogramm stehen bis Ende 2027 insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Die Fördersumme pro Projekt liegt zwischen 5.000 und 28.000 Euro. Antragsberechtigt sind Gemeinden, Städte und Landkreise in Baden-Württemberg sowie kommunale Unternehmen mit mehrheitlich kommunaler Beteiligung.
Zirkuläre Potenziale frühzeitig erkennen
Zirkuläres Bauen beginnt nicht erst bei der Materialauswahl. Die größten Hebel liegen häufig bereits in der Frage, ob bestehende Gebäude weiter genutzt, umgebaut oder erweitert werden können. Genau hier setzt die Initialberatung an: Sie schafft die Grundlage, um Ressourcenschonung und Kreislauffähigkeit von Beginn an in Bauprojekten mitzudenken.
Das Förderprogramm soll dazu beitragen, konkrete zirkuläre Bauprojekte in Baden-Württemberg anzustoßen und Kommunen bei der Entwicklung zukunftsfähiger Gebäude und Infrastrukturen zu unterstützen.
EPEA unterstützt Kommunen bei zirkulären Bauprojekten
EPEA begleitet Kommunen, öffentliche Auftraggeber und Projektpartner bei der Entwicklung und Umsetzung zirkulärer Strategien im Bauwesen. Dazu gehören unter anderem die Bewertung von Bestandsgebäuden, die Identifikation von Wiederverwendungs- und Kreislaufpotenzialen sowie die Integration zirkulärer Anforderungen in Planungs- und Entscheidungsprozesse.